Magdalena und Lisa auf Reisen.

»Alles hat ein End und am schönsten ist es in Rio.«

August 11, 2008 · Kommentar schreiben

Alles ist ganz schrecklich. Unsere Reise durch Mexico, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela und Brasilien ist vorbei. Die letzten Tage hier in Rio waren wirklich sehr schoen und jetzt, nur sechs Stunden vor dem Heimflug fuehlt sich der Gedanke an daheim dann doch ein bisschen komisch an.

Und der letzte Eintrag soll natuerlich was ganz Besonderes sein, aber das ist schwierig. Genau so schwierig, wie die Antwort auf folgende Frage:

„Und, wie war die Reise?“

Ja, schoen halt. Viel Busgefahren, viele Ohrringe gekauft. Viele Menschen kennengelernt. Den Himmel von der anderen Seite gesehen. Nie alleine gewesen. Ach ja, apropos alleine. Immer wieder waren die Menschen ganz erstaunt, dass wir – nach einer so langen Reise – immer noch miteinander befreundet sind. Und zugegeben, es war nicht immer leicht. Man muss sich das wie eine Beziehung vorstellen, eine Beziehung ohne Sex. Staendig muss man alle Entscheidungen zu zweit treffen, gemeinsam in einem Doppelbett schlafen und wirkliche Privatssphaere gibt es (wenn ueberhaupt) nur auf dem Klo oder unter der Dusche. Privat heisst eigentlich: Zu zweit. Und auch jetzt, fast 5 Monate spaeter wuerden wir noch immer miteinander verreisen wollen und das ist schoen.

Sodala. Hier also noch ein paar Bilder unserer letzten Tage. Die letzten zwei Wochen hier in Rio waren wirklich spitze und wer kann, der sollte mindestens einmal im Leben hier gewesen sein.

Lassen wir erst noch der Melancholie den Vortritt: Das war gestern. Sichtlich traurig sitzen wir im Bus und fahren ein letztes Mal nach Hause zum Onkel Zipf.

Der Schrecken steht uns wahrlich ins Gesicht geschrieben.

So sehen wir aus, wenn wir an Zuhause denken.

Das ist das Zuhause von Matthias. Im Stadtteil Leme hat er sich ein Surfcamp aufgebaut. Matthias ist ziemlich beliebt in seiner Nachbarschaft und geniesst dort eine Art Sonderstellung. Jedenfalls ist es ziemlich lustig, mit ihm durch die Strassen zu laufen.

Stolz praesentiert uns der Koenig von Babylonia sein Reich.

Und danach zeigt er uns sein Stammlokal. Da sind wir dann auch ein bisschen geblieben.

Luiz arbeitet auch im Surfcamp mit und grinsen tut er auch ganz gern.

Da kommen auch die Polizisten auf ein Bier vorbei. Aber zugeben wollen sie das lieber nicht. Das Bier wird versteckt und stattdessen machen sie mal lieber ein Foto.

Tja, und bei diesem Bild sind wir uns jetzt nicht so ganz sicher. Im Grunde sind wir zu alt, solche Bilder ins Internet zu stellen. Was sollen denn die Leute denken. Dabei sind wir nicht einmal betrunken, nur muede und ein bisschen irre.

So. Und wer gerne tanzt, der geht am Besten in die Lapa. Gleich bei den Boegen.

Da lebt die Strasse richtig! Ueberall ist es laut und bunt, dazu Samba und Caipirinha.

Die Kinder sind noch wach.

Camarones gibt es auch.

Und ohne Caipi geht schon mal gar nix.

Seit wir in Rio sind (also seit knapp zwei Wochen) haben wir jeden Tag das selbe getrunken. Capirinha mit Maracuja. Da wird man suechtig.

In diesem Hotel hat man sich stundenweise gern.

Außerdem lernt man in Rio nette Menschen kennen. Wie Andre.

Ein Gruppenfoto vor den Bögen.

Da wird man gleich nach Hause eingeladen. Und die brasilianischen Buben machen dann Musik fuer die oesterreichischen Maedchen. Wie sich das gehoert. Rechts im Bild seht ihr Arthur: er spielt in einer Hardrock-Band und liebt Wittgenstein ueber alles. Er kann ihn sogar auf Deutsch zitieren.

Die brasilianischen Buben musizieren für uns.

Und was waere Rio ohne den Strand? Mariella hat unsere Strand-Tuecher vorsichtshalber gleich viersprachig angeschrieben.

In Rio geht uebrigens gerade der Winter zu Ende. Das sieht man.

Der Winterspeck muss weg!

Magdalena posiert im neuen Strandkleid.

Gesurft wird natuerlich auch.

Und Caipi getrunken sowieso. Das kennen wir ja schon.

Es gibt auch viele schoene Maerkte in Rio.

Da kauft man dann leckere Sachen fuer’s Fruehstueck. So viele Umlaute hier, zefix.

Fruehstueck ist fertig!

Die Aussicht aus. Von Felipa’s Wohnung sieht man direkt zum Zuckerhut.

Und da faehrt man hin, als ordentlicher Tourist.

Zur blauen Stunde mit Christo. Dort oben waren wir natuerlich auch.

Aber erstmal Zuckerhut. Da oben war ein richtiger Sturm, hat uns fast weg geweht.

Fast wir am Karren. Nebel ist da. Kalt ist es. Nur die Stadt unterhalb ist etwas groesser als Dornbirn.

Zuckerhut von unten, im Dunkeln.

Am naechsten Morgen. Magdalena erzaehlt ganz verstoert von ihrem Traum mit einer Bombe auf ihrer Schulter. Die Bombe im Traum, war mein Kopf in echt.

Zur Beruhigung fahren wir in den Botanischen Garten.

Was nicht wirklich viel hilft, wie man sieht.

Immer gut: Fahrradfahren um die Lagune von Ipanema.

So. Und dann mal wieder klassisches Touristenprogramm: Auf zum riesigen Jesus!

So gross ist er ja gar nicht.

Wir waren die einzigen Touristen. Alles Ansichtssache.

Eine ganz unerwartete Christo-Pose.

Ach ja. Und die Frau, die uns hier fotografiert hat ist wohl nicht sehr religioes. Schneidet dem Christo einfach den Kopf ab, also sowas.

Ein letzter, vernebelter Blick stimmt schon ein auf daheim.

Sodala. Das war’s. Zumindest von meiner Seite. Ich muss jetzt noch fertig packen und ich bin ja schon mal gespannt, ob die Magdalena das mit ihrem Eintrag noch hinkriegt. Es fehlen naemlich noch ein paar liebe Menschen, und die duerfen auf keinen Fall unerwaehnt bleiben.

Danke fuer’s Mitlesen und Mitschauen, haette mir wirklich nie gedacht, dass wir soviel positive Resonanz bekommen wuerden. Und vielleicht geht es ja weiter, die naechste Reise faengt ja gerade erst an.

Kategorien: Brasilien · lisale

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