Ja, wir leben noch und das ist nicht selbstverstaendlich. Vorgestern haben wir naemlich zum ersten Mal einen Hurricane miterlebt. So mit allem Drum und dran, viel Drama also. Aber es geht uns gut und wir sind Euch laengst ein paar Berichte und Bilder schuldig, keine Frage. Aber just in dem Moment, als ich unten ersichtliche Bilder online stellen wollte, kam die erste Hurricane-Warnung und ich musste weg. Mehr dazu gibt’s dann heute Abend oder morgen. Bis dahin koennt ihr Euch an den Bildern der letzten Wochen vergnuegen, ein feines Potpourrie aus verschiedenen Laendern und Themenbereichen: da ist bestimmt fuer jeden was dabei. Gute Unterhaltung!
Diese gruene Wand gehoert zu einer kleinen Wohnung in La Ceiba/Honduras. Hier haben wir Kartoffeln gekocht.
Carneval in La Ceiba.
Wahlwerbung in Honduras. Ueberhaupt werden in Lateinamerika oft ganze Doerfer bestimmten Politikern oder Parteien gewidmet. Das heisst, jede zweite Haeuserwand traegt Farbe und Name einer bestimmten Gruppe. Da kann man aus dem Busfenster dann auch politische Landschaften verfolgen, zumindest farblich.
Kleines Fischerdorf am See in der Naehe von Santa Ana/Honduras. Hab den Namen vergessen.
Interessante Architektur. Und garantiert nicht hurricanefest.
Knaben und Krabben.
Taxi Collectivo. Wer Platz hat, faehrt mit.
Kochen in familiaerer Atmosphaere. Santa Ana/Honduras. Es gab Spaghetti mit Meeresfruechten, gruenem Salat und viel Rotwein. Dafuer keine Zwiebeln, weil der Ire James die gar nicht gerne hat.
Achtung: Vulkan! Gesehen in San Pedro/Guatemala.
In diesem Bild finden sich so einige lateinamerikanische Merkmale: im Vordergrund, ein so genanntes Tuc Tuc. Kleine Taxis fuer maximal drei Personen und sehr billig. Weiter hinten gibt es Tacos und auch frittiertes Huhn. Und die Wand im Hintergrund ist mit Werbung bemalt. Oft malen die Ladenbesitzer auch ihre Verkaufsgueter wie ihr Dienstleistungsangebot an die Wand. Sieht meist lustig aus.
Strasse in Antigua/Guatemala.
Am See von Manuaga (Hauptstadt von Nicaragua). Seltsam, deprimierende Stadt. Politisch zerissen und zerstoert durch ein schweres Erdbeben 1972. Wir haben kaum Luft bekommen.
Kathedrale von Manuaga. War vermutlich mal so was wie ein zentraler Treffpunkt. Ist ja auch was schoenes, so eine Kathedrale am See. Heute ausgestorben und leer - abgesehen von James, unserem Mitreisenden aus Irland, rechts im Bild, von hinten.
Wenn ich diese Schuhe nicht gerade fotografiere, habe ich sie an.
Der Strand in Utila (kleine Insel auf den Bay Islands/Honduras) sieht friedlicher aus, als er ist. Utila ist die Hauptstadt der Sandfloehe! Nach 6 Tagen war von unserer Haut nicht mehr viel uebrig. Staendiger Juckreiz loest uebrigens psychische Stoerungen aus, man wird ganz einfach irre. Noch dazu die karibische Gastfreundlichkeit: Es ist hier z.B. nicht selbstverstaendlich, dass man an einer Bar tatsaechlich was zu trinken bekommt. Ich habe drei Pina Coladas bestellt. Die Kellnerin hat mich dann wortlos und etwas genervt angestarrt. Daraufhin habe ich mich nochmal auf der Karte vergewissert - ja, es gibt hier Pina Colada - hab’ das Ganze noch einmal wiederholt und dann hat sich auch etwas im Gesicht der jungen Frau bewegt, die Augenbrauen glaube ich. Dann musste ich lachen und hab’ gefragt, ob das schon eine Bar ist und so weiter. Wie auch immer, 20 (!) Minuten spaeter habe ich dann meine drei Pina Coladas bekommen. Fakt ist: die hatte einfach keine Lust. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ein Ladenbesitzer - kurz nach unserem Eintreten - im Hinterzimmer verschwunden ist, ohne innerhalb von 10 Minuten wieder zurueckzukehren. Und dann noch diese seltsame Sprache, gesungenes Englisch mit spanischen Wortfetzen und immer laut, oft auch unanstaendig. Zefix, diese Insel ist einmalig. Es leben hier ungefaehr 6000 Menschen, davon ist wohl gut die Haelfte eingewandert (vorwiegend aus Nordamerika) und jeden Tag karrt die Faehre rund hundert Touristen auf diesen schoenen Fleck. Uns war das einfach zuviel. Dazu gibt es ca. 20 Tauchschulen, die sich alle untereinander hassen und gemeine Konkurrenzkaempfe fuehren. Und etwa 3000 Roller, bzw. Golfwaegele (keine Ahnung wie die wirklich heissen), die einenunaufhoerlich ueber den Haufen fahren wollen. Wie gesagt, diese Insel ist einmalig und deswegen reicht es auch, nur einmal da hinzufahren. Das ist zumindest unsere Meinung. Ausserdem waren Kakerlaken im Zimmer. Ich habe sogar zwei erschlagen! Und mit einer Freude!
Am Wasserturm von Utila.
Arbeitende Maenner sind gefaehrlich. Vor allem in Utila.
Trinkende Weiber auch.
Am Wasserturm von Utila.
In Leon/Nicaragua haben wir Salsa getanzt und viel gelacht. Obwohl wir das gar nicht koennen, das Tanzen mein ich. Lachen schon.
Kathedrale in Leon.
Wieder mal irgendwas Politisches an einer Wand.
Wieder mal ein aktiver Vulkan. Diesmal in der Naehe von Leon. Er heisst: Cerro Negro und wenn man den Krater erreicht, kann man kaum atmen - der Rauch beisst sich richtig in die Lunge. Und heiss ist es, hargott heiss.
Viele Kontraste. Schwarzes Lavagestein, gruene Waelder und blauer Himmel. Herzzereissend.

























1 Antwort bis hierher ↓
oli // Juli 18, 2008 um 2:01 Uhr nachmittags
hey schöner reisebericht! habt ihr mir ev. die email von der kitestation in catagena mit wohnmöglichkeit?? gracias y saludos oli
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