Magdalena und Lisa auf Reisen.

»Colombia, mi amor.«

Juli 6, 2008 · 2 Kommentare

Wir sind in Venezuela und ein bisschen traurig. Warum? Erstens: Die Zeit rennt noch schneller.  Zweitens: Wir sind nicht mehr in Kolumbien. Drittens: Wir haben uns verliebt.

Und was macht man am besten gegen Liebeskummer und auch sonst? Genau. Wobu trinken. In Venezuela wird sonntags uebrigens kein Alkohol verkauft. Aber wir werden einen Schwarzhaendler finden und trunken in den Erinnerungen an Kolumbien schwelgen. Und vielleicht im Anschluss ein paar Bilder anhaengen. Wir lieben Kolumbien.

Bis wir den alkoholischen Schwarzhaendler finden, muessen wir uns eben mit den Wobu-Fotos betrinken. Salud!

Diese kunstvoll arrangierten Wobu-Bilder wurden in einem speziellen Verfahren hergestellt, auf das hier nicht weiter eingegangen werden kann. Die Fotografien schaffen einen anonymen, aber dennoch saloppen Rahmen und bestechen vor allem durch ihre ausdrucksvolle Leere.

Als Pendant zum Obigen, hier der typische Wobu-Schnappschuss. Die Protagonistin lacht noch zuversichtlich in Richtung Kamera. Erste Fratzenansaetze lassen sich jedoch in Augen und Mundwinkeln ablesen. Eine schoene Fratze.

Zum Abschluss noch ein Bild aus unserer Wobu-Fratzen-Daueraustellung: die Fotografin hat sich dieser klassischen, fast schon diabolischen Fratze sehr feinfuehlig genaehert. Diese unverfaelschte Naehe ist oft nur durch einen ebenso berauschten Fotografen moeglich. 

Fuer Interessierte: Unangefochtener Pionier und Experte auf diesem Gebiet ist der junge Fotograf Darko T. Einige Fotografien dieses vielversprechenden Kuenstlers finden Sie ebenfalls in unserer Daueraustellung.

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»Es geht weiter und es bleibt spannend.«

Juni 24, 2008 · 11 Kommentare

Der groesste Feind einer jeden Reise: die Zeit. Und auch wir bleiben davon natuerlich nicht verschont, die Zeit rennt uns naemlich davon. Knapp 7 Wochen ohne jegliche Verpflichtungen liegen noch vor uns und wir geniessen das auch dementsprechend. Hinter uns liegen wieder gute 3 Wochen ohne Berichterstattung und da faellt mir auf: dieser Blog ist sehr wohl verpflichtend! Aber ich verpflichte mich gerne, nur eines vorweg: ich bin muede und ich hoffe meine Traegheit wirkt sich nur unwesentlich auf diesen Text aus. Sonst halt weglesen und stattdessen hinschauen. Bilder gibt es ja genug.

Hier sind wir noch in Nicaragua. Naemlich auf der “Isla de Ometepe”. Wie der Name schon vermuten laesst, handelt es sich hierbei um eine Insel. Aber nicht nur um irgendeine: Diese Insel liegt naemlich mitten im riesigen Nicaraguasee, hat 2 Vulkane und 35.000 Einwohner. Es gibt auch Affen und Papageien. Schoene Insel.

Bis zur Spitze dieses Vulkans ist man ungefaehr 12 Stunden unterwegs, sehr beeindruckend. Das Foto macht aber auch ordentlich was her.

Jeder Tourist bekommt eine Banane. Das ist gelogen.

See, Strand, lustige Baeume und ein Boot.

Immer brav in Richtung Sueden: Hier stehen wir an der Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica. Allerdings hier noch auf der Nicaragua Seite. Grenzueberschreitungen in Lateinamerika gestalten sich tendenziell schwierig. Oder auch lustig, vermutlich Ansichtssache. Jedenfalls immer sehr zeitaufwendig.

Manche Leute sagen, Costa Rica ist sowas wie die Schweiz in Lateinamerika. Natuerlich nicht was den Kaese anbelangt (das waere wirklich sehr schoen gewesen), sondern eher was den Wohlstand angeht. Der Unterschied ist schon knapp 3 Meter nach der Grenze kaum zu uebersehen. Alles viel ordentlicher, es gibt Bushaltestellen, warmes Wasser und braune Fluesse.

Pazifik.

Fuer Costa Rica hatten wir leider nicht soviel Zeit. Dafuer haben wir sie aber um so intensiver genutzt und sind nach Malpais gefahren. Dieses kleine Dorf (eigentlich handelt es sich nur um eine Strasse) liegt auf der Halbinsel De Nicoya, und zwar am suedlichsten Zipfel an der Pazifikkueste. Unser Reisefuehrer schreibt ueber diesen Ort: ausser Surfen gibt es hier nichts zu tun hier. Also genau das richtige fuer uns Surfergirls. Aber im Ernst, es ist wunderschoen da, auch wenn man nicht gerade der leidenschaftlichste Surfer ist. Ausserdem: in Malpais gibt es das Zopilote Surfcamp. Leicht zu erkennen an …

… den mit Kuhfell ueberzogenen Hoelzlern. Das Surfcamp steht unter der Leitung von Simon, Bruno und Ulli. Alle drei aus Vorarlberg. Den dazugehoerigen Bergkaese gab es leider nicht (das haette den fehlenden Schweizerkaese natuerlich um Welten ersetzt), dafuer aber eine sehr schoene Zeit. Und sogar ein bisschen surfen.

Drei lustige Auswanderer von links nach rechts: Simon, Bruno und Ulli.

Lasagne!

Hier seht ihr das stolze Zopilote-Anwesen. Links, rechts und hinten Regenwald und vorne:

Das Meer.

Das Meer ist wild.

Da geht man auch gerne Spazieren.

Da macht man auch gerne ein Foto.

Wieviele Hunde sind in diesem Bild versteckt? Fuer die richtige Antwort gibt es eine Banane.

Natuerlich waren ausser uns auch noch eine paar Menschen da. Passionierte Surfer naemlich. Die moegen auch Suesses. Vor allem Caro aus Dornbirn. Fein war’s!

Caro, Magdalena, Cyril und Erik.

Man muss nicht jedes einzelne Bild kommentieren.

Aber man kann.

Ach, was weiss ich.

Unser schickes Zimmer und der dazugehoerige Saustall.

Sodala. Es geht weiter Richtung Panama - der Blick aus dem Busfenster erinnert irgendwie an Universum. Ein Erzaehler per Kopfhoerer waere eine tolle Sache.

Was macht man in Panama City? Genau.

Oder man trinkt einen frisch gepressten Saft. Magdalena ist suechtig.

Besonders gefragt bei 37 Grad: Wollmuetzen. Der naechste Winter kommt bestimmt.

Spielende Kinder im historischen Viertel der Stadt: Casco Viejo.

Immer dem Finger nach.

Weiter rechts vom Finger sieht man die imposante Skyline. Panama City hat viele Gesichter, Casinos und Einkaufszentren.

Unsere Bleibe in Panama City. Der lustige Ire ist wieder da: James!

Es kommt vor, dass man so manch Reisenden aus heiterem Himmel wieder trifft. Diesmal unter dem Himmel Panamas.

Rein in den Bus und mal sehen, wo man eigentlich ist. Ach, wie schoen ist Panama.

Gruen, gruen und gruen.

Am Strand von Veracruz.

Wieder zurueck in der Stadt: ein bisschen Kunst.

Ein bisschen Kopf.

Ein bisschen Bier.

Und wenn man zuviel Bier trinkt, faehrt einen die Polizei gratis nach Hause. (Wobei James meinte, das laege wohl eher an unserer Weiblichkeit - froh war er natuerlich trotzdem …)

Das letzte Foto in Panama. Das letzte Foto in Zentralamerika. Suedamerika, wir kommen! Ach uebrigens, wir lieben Kolumbien. Da sind wir naemlich gerade. Magdalena ist ein bisschen krank, das ist doof. Fortsetzung folgt.

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»Immer wieder.«

Juni 24, 2008 · Keine Kommentare

Es ist schon bitter: Da findet die EM tatsaechlich in Oesterreich statt und wir sind nicht da. Dafuer aber eine oesterreichische Mannschaft und die hat doch gar nicht so schlecht gespielt - das behaupten zumindest die zwei Aussenreporterinnen in Kolumbien. Was haben wir dem Oesterreich - Deutschland Spiel entgegen gefiebert! Geografisch waren wir ja ziemlich nahe an Cordoba dran, was das Spiel angeht leider weniger. Dabei haben wir uns soviel Muehe gegeben! Farbe wurde ins Gesicht geschmiert, Ottakringer musste getrunken werden und hinterher gab es auch noch ein Wiener Schnitzel. Alles gesehen in einem bayerischen Lokal in Cartagena/Kolumbien. Deutsche waren da. Oesterreicher waren da. Lustig war das.

Ottakringer im Krug und rotweissrot auf der Backe. Patriotismus ist eine seltsame Sache.

Puenktlich zum Anpfiff bringt der kolumbianische Getraenkemann das oesterreichische Bier. Prost!

Diverse Vorbereitungen.

Fast wie im Stadion.





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»¿Algo mas?«

Juni 1, 2008 · 10 Kommentare

Vor drei Tagen haben wir zum ersten Mal einen Hurricane miterlebt - waehrend der Regenzeit ist das hier nichts ungewoehnliches. Wir waren zu der Zeit in Las Penitas, einem winzigen Fischerdorf am Meer. Geschlafen, gegessen und getrunken haben wir bei Pita und Gordon aus Kanada. Ein lustiges Ehepaar, das direkt bei der Laguna ein kleines Hotel gebaut hat. Aber zurueck zum Wind: erst am fruehen Nachmittag kam die erste Hurricane Warnung, da fanden wir das Ganze noch witzig und aufregend. Aber ganz ehrlich: Wir haben noch nie so einen Wind erlebt. Kaum eine Stunde spaeter hat die Polizei dann angefangen, das ganze Dorf zu evakuieren (so. wie war das jetzt, man kann nur Gebaeude evakuieren, oder ?) - jedenfalls haben Feuerwehr und Polizei (insgesamt 5 Maenner) die ganzen Bewohner eingesammelt und wir sind mit. Pita und Gordon wollten lieber in ihrem Hotel bleiben (aufgrund der stablien Bauweise ihres Hauses definitiv die richtige Entscheidung). Aber wir hatten Angst. Deswegen haben wir uns dem Rest des Dorfes angeschlossen und uns in die Kirche bringen lassen. Ein sehr sicherer Zufluchtsort mit offenen Fenstern und Wellblechdach. Es war echt wie im Film: Schreiende Kinder, Wasser und Maissaft wurden verteilt - und wenn man aus dem Fenster sah: Immer mehr Wind, umstuerzende Baeume, peitschender Regen und ueberall die losen Drahtseile kaputter Stromleitungen. Da wollten wir dann lieber wieder zurueck ins Hotel. Das ging aber nicht mehr, weil sich die Strasse inzwischen in einen gefaehrlichen Fluss verwandelt hatte und die Polizei hat uns nicht gehen lassen. Also wieder zurueck in die Kirche. Mittlerweile trieben hier auch ein paar fundamentalistische Katholiken ihr Unwesen und schrien irgendetwas von einer letzten Salbung, kurz vor dem Tod durch Gottes Hand. Es war bizarr. Gebete, weinende Kinder, lachende Erwachsende (die Menschen hier sind katastrophengeuebt, 1992 hat uebrigens ein Tsunami das ganze Dorf zerstoert. Im Vergleich dazu war dieser Hurricane also wirklich ein Lacher). Das schlimmste war eigentlich: Wir hatten einfach keine Ahnung, was ueberhaupt um uns herum passiert. Niemand wusste es. Einige Zeit spaeter kam dann auf einmal ein muellwagenaehnlicher Lastwagen angefahren. Wieder lautes Gebruell: Frauen und Kinder zuerst! Wir also rauf auf den Laster, zusammen mit etwa 60 Frauen und Kindern. Und ein voll besoffener Mann mittleren Alters, der staendig herumgebruellt und den Kindern noch mehr Angst gemacht hat. Ihr muesst Euch das jetzt aber richtig vorstellen: dieser Lastwagen hatte kein Dach und es hat immer noch geregnet und gestuermt, wie verrueckt. Noch dazu die lateinamerikanische Langsamkeit, es hat sicher eine halbe Stunde gedauert, bis wir endlich losfahren konnten. Es ging nach Leon, in die naechstgelegene Stadt - waehrend wir in der KIrche waren, kam naemlich schon die naechste Hurricane-Warnung. Diese einstuendige Fahrt war dann schlussendlich das gefaehrlichste an der ganzen Sache. Ich hab mich gefuehlt wie in einem Computerspiel mit einer klaren Aufgabenstellung: Umgestuerzten Baeumen und losen Stromseilen ausweichen.

Aber es ist alles gut gegangen. Am Ende kamen dann sogar ein paar Paparazzi, die haben unserem LKW fotografiert. Der betrunkene Volltrottel ist dann ueber die kleinen Kinder geklettert, damit er auch auf dem Bild ist. Den haben wir wirklich gehasst. Nass bis auf die Knochen sind wir dann in Leon angekommen - ohne Geld, ohne Kreditkarte und ohne Pass. Aber die Menschen waren wie immer sehr liebenswert und wir haben ohne Probleme Unterschlupf gefunden. In Leon gibt es bis heute noch immer keinen Strom und auch kein Wasser.

Kurz nach der ersten Hurricane-Warnung. Da haben wir uns noch gefreut: Endlich kommen unsere Regenjacken zum Einsatz! Sie sind tatsaechlich wasserfest!

Der Blick von unserem Hotel zur Lagune. Allerdings erkennt man hier kaum, wie es wirklich war. Der Wind ist richtig in das Wasser reingefahren, mit einer horrenden Geschwindigkeit.

Einen Tag spaeter in Las Penitas. Das Schwein kennt sich nicht mehr aus.

Die bereits durch den Tsunami zerstoerten Haeuser sehen nach dem Hurricane noch zerstoerter aus.

Sodala. Und zum Abschluss noch ein paar positive Bilder. Wir haben naemlich eine tolle Zeit in NIcaragua. Die Menschen und die Natur hier sind fantastisch!

Hier der Blick von unserem Hotel in Las Penitas in Richtung Lagune. DIe Lagune sieht man nicht, weil sich der Bus dazwischen draengelt. Oeffentliche Verkehrsmittel in Lateinamerika sind lustig, es gab bisher kaum eine Fahrt, auf der nicht irgendwas Spannendes passiert ist.

Magdalena ganz entspannt bei Kaffee und Haengematte.

Wir waren Kanufahren. War toll. Angeblich schwimmen hier kleine Aligatoren im Wasser herum. Wir haben keine gesehen. Stattdessen merkwuerdige Kaefer, Baeume (deren Aeste ins Wasser wachsen), Termiten und etwa 3 Millionen Moskitos. Das mit dem Parallelpaddeln war fuer uns ueberhaupt kein Problem. Deswegen sind wir auch immer wieder voller Wucht in das umliegende Gestruepp gesteuert. Was wiederum den ein oder anderen Kleintier-Paranoia-Anfall ausgeloest hat.

Kulinarisch haben uns Pita und Gordon wirklich sehr verwoehnt. An diesem Abend gab es Hai (unglaublch gut), dazu Reis und suesser Krautsalat.

Und hier seht ihr Pita. Eine sehr zynische Lady, die uns waehrend der paar Tage ausreichend mit ihrem wuchtigen Temperament unterhalten hat. SIe trinkt, raucht und faucht die ganze Zeit. Wir haben mitgemacht und mitgelacht.

Sodala: und hier der eigentliche Grund wieso es uns ueberhaupt nach Las Penitas verschlagen hat - Kitesurfen. Magdalena liebt Kiten. Kaum den Kitegurt umgeschnallt, das Trapez in der Hand und der Kite in der Luft: Magdalena ist gluecklich.

Genau. Zuerst muss man natuerlich alles vorbereiten.

Blick auf Granada - eine sehr bunte, liebe Stadt weiter oestlich in Nicaragua.

Hier sitzen wir auf dem Turm eines ehemaligen Militaerareals. Heute finden hier Malkurse statt. Krieg und Kunst an einem Ort, irgendwie lustig.

Bunt.

Auch hier gibt es Fiaker. Nur leider kein Fiakergulasch.

Magdalena macht sich ab und zu lustig ueber mich. Mit Recht!

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»Bonus Track.«

Juni 1, 2008 · 2 Kommentare

Ha! Schon wieder ein Eintrag. Ihr seht, wir sind uns unserer Nachlaessigkeit durchaus bewusst und revanchieren uns jetzt mit der totalen Berichterstattung. Uebrigens: in der Blog-Statistik kann ich nachlesen, dass heute 67 Leute auf unseren Blog geklickt haben. Allerdings hat es nur einer dieser 67 Besucher fuer notwendig gehalten, einen Kommentar zu hinterlassen. Lob an eben jenen Besucher, Tadel an den Rest! Zefix! Wir wollen Kommentare, Kommentare, Kommentare. Jetzt.

Hier noch ein kleiner Zusatz. Hab’ ja in meinem letzten Schreiben von bemalten Haeuserwaenden erzaehlt. Hier ein paar Beispiele aus der Stadt, in der wir gerade sind: Granada.

Hier gibt es unter anderem Zahnpasta.

Und hier vielleicht Klopapier.

Ach ja. Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Steiles T-shirt! Und ohne den Bauch darunter nur halb so schoen.

 

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“Bilder der letzten Wochen”

Juni 1, 2008 · 4 Kommentare

da wir uns nun wirklich fuer eine lange zeit zurueckgezogen haben, ist es uns ein vergnuegen, auf einen schlag, all unsere erlebnisse in einen artikel zu packen. einige dokumentationen sind schwer in worte zu fassen, ihr werdet selbst merken, warum. bilder sagen mehr als tausend worte.

Zu Gast bei einer 14 koepfigen Familie in Leon/Nicaragua. Auf nur wenigen quadratmetern erstreckt sich ihr grundstueck, auf dem zusaetzlich 3 hunde, und mindestens soviele huehner leben.

Der Tag bei dieser offenherzigen, grosszuegigen, liebenswuerdigen, einfach netten einheimischen Familie ist fuer uns ein unvergessliches Erlebnis. Wir lieben die Kueche Nicaraguas und vor allem die Menschen.


Lisa versucht sich am Herd. Sie ist wesentlich gealtert und kann sich wegen ihrem bunten Kleid nicht so recht auf den Kaiserschmarren konzentrieren. Trotz bemuehungen, aeusserst genau der Mama-Rezeptur zu folgen, schmeckt es bei Mama Ruemmele einfach besser. (was auch daran liegen kann, dass es sich auf offenem feuer einfach anders kocht)

Ich posiere fuers Foto. Lisa ist fuer den Schmarren verantwortlich. Obwohl er mir wirklich gut schmeckt. Den Kindern auch - uebrig geblieben ist nichts.

Vor dem Schlafen gehen. Es dauert eine Weile, bis sich das gekicher und gefluester beruhigt und Ruhe einkehrt.

Die Kinder wollen uns nicht mehr gehen lassen. Auch wir koennen uns, nach all den Umarmungen und Kuessen nur schweren Herzens von ihnen trennen.

Lisa wird fuers Abendessen angemessen gestylt …

Bootsfahrt am Lago de Atitlan/San Pedro in Richtung Panaachel.

Guatemala / Lago de Atitlan. Hafen von San Pedro. Angebliche soll es hier Haie geben. Gesehen wurde noch keiner. Wahrscheinlich, weil der Suesswassersee der tiefst weltweit ist und Haie bekanntlich das kuehle, dunkle aufsuchen.

Von Links nach Rechts: Phil der Surfer aus England, der sich nicht entscheiden kann, ob er nun in den Sueden oder Norden reisen moechte. Magdalena, die im Moment der Aufnahme noch nicht weiss, dass eine Fliege in ihrem Kaffee schwimmt. James aus Irland, der mit uns fuer drei Wochen Guatemala, El Salvador und Honduras bereiste. Lisa, die sich ohne Koffein im Blut zu einem Laecheln zwingen muss.

Traditionell gekleidete Frauen in Panaachel.

Sechstuedniger Aufstieg zum Vulkan San Pedro. Da Regenzeit in Guatemala herrscht, mussten wir vorzeitig unsere Wanderung abbrechen.

Sonnenuntergang ueber dem Lago de Atitlan. Nach unserer Wanderung auf den Vulkan San Pedro kuehlen wir uns im Lago ab …

… und goennen uns ein Cerveza mit Reisenden aus aller Welt.

Nach einer Buspanne in Copan / Honduras verharrten wir bei bruehender Hitze eine Ewigkeit im Schatten. Eine Banane muntert immer auf.

Wir ueben uns in Geduld …

Fruehstueck in San Pedro Sula/Honduras. Es ist halb 9 Uhr Morgens und Lisa und James essen Fleisch und Gallo Pinto (Reis mit Bohnen).

In diesem Burrito ist ein kleiner Darmvirus versteckt, der sich einen Tag spaeter in Lisas Koerper ausbreitet. An diesem Tag fahren wir mit der Faehre nach Utila/Bay Islands. Sie hat gelitten und ist trotzdem tauchen gegangen. Und Seekrank ist sie auch noch. Seekrank und Darmgrippe - es gibt schoeneres. Ich habe sie bemitleidet und Wasser gereicht. Das Mitleid wurde angenommen, das Wasser hingegen kam gleich wieder retour.

Wunderschoener Sonnenuntergang auf der Insel Utila.

Lisa liebt Haengematten und Paul Auster. Ich auch inzwischen. Haengematten schon immer, den Autor Paul Auster seit kurzem.

Wir haben uns einfach gern!

Ich lese die Brooklyn Revue von Paul Auster.

Bienvenidos a Utila - das beliebtest Reiseziel der Backpacker und der Sandfloehe.

Das Rosinenbrot und die Zimtschnecken haben uns jeden Morgen aufs Neue ueber die Sandfloehe hinweg getroestet.

Wasser, Steg und Haus. Muss kurz weg … Lisa hat Fieber und kann sich nicht bewegen. Ich spute und hole ihr einen Vodka Redbull.

Waehrend Lisa wie von einer Tarantel gestochen versucht, durch einen Hechtsprung einer Kakalake zu entkommen, bin ich die Ruhe selbst und fotographiere die Spinnen.

Tauchboot auf Utila.

Tauchen ist schoen.

Lisa bruetet mit den Sandfloehen in der Hitze.

Zur Abwechslung eine wohl verdiente, luxurioese Busfahrt von La Ceiba/Honduras in die Hauptstadt Tegucigalpa.

Gruppe von gluecklichen Reisenden.

Schoenes farbenfrohes Bild in Copan/Honduras.

Wir werfen einen Blick zurueck - Zipolite/Mexico.

Da braucht es wohl keine Worte … (ebenfalls in Zipolite/Mexico)

Im Krater von Cerro Negro - Vulkan bei Leon/Nicaragua.

Aufstieg zum Cerro Negro. Atemberaubende Landschaft.

James uebt sich im Sandrodeln.

Bloeder gehts nicht. Aber das Leben ist halt keine Modenschau.

Aufmerksamen Lesern ist bereits aufgefallen, dass wir im Partnerlook unterwegs sind. Unsere langjaehrige Snowboarderfahrung hat sich beim Sandboarden NICHT bemerkbar gemacht.

Wieder ein schoener Sonnenaufgang.


Unterwegs in vielerlei Hinsicht.

Keine Ahnung wo das ist.

Carneval in La Ceiba mit Art, James und co.

Auf dem Markt in Oaxaca/Mexico.

Schweinehaxen …

Heuschrecken …

Die schoene Lisa!

:-)

Zum Firmausflug nach Flores/Guatemala.

Rache ist suess… ihr koennt euch bestimmt noch an die Bh-Fotos erinnern. Lisa geniesst die innige Massage von Manuel in unserem Hotelzimmer in Flores/Guatemala.

Sonnenaufgang ueber dem Dschungel.

Lisa ist sichtlich beeindruckt von den Ruinen von Tikal/Guatemala.

Mayatempel-Tikal-Guatemala.

Ebenfalls Tikal.

Sueswassersee in Flores/Guatemala.

Promenade in Flores.

Einfach nur feini.

Eine Cathedrale bei Tag in San Cristobal/Mexico.

Eine Cathedrale bei Nacht in San Cristobal/Mexico.


Einfach nur schoene Bilder auf den Strassen von San Cristobal/Mexico.


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»Wir sind wieder da.«

Mai 31, 2008 · Keine Kommentare

Ja, wir leben noch und das ist nicht selbstverstaendlich. Vorgestern haben wir naemlich zum ersten Mal einen Hurricane miterlebt. So mit allem Drum und dran, viel Drama also. Aber es geht uns gut und wir sind Euch laengst ein paar Berichte und Bilder schuldig, keine Frage. Aber just in dem Moment, als ich unten ersichtliche Bilder online stellen wollte, kam die erste Hurricane-Warnung und ich musste weg. Mehr dazu gibt’s dann heute Abend oder morgen. Bis dahin koennt ihr Euch an den Bildern der letzten Wochen vergnuegen, ein feines Potpourrie aus verschiedenen Laendern und Themenbereichen: da ist bestimmt fuer jeden was dabei. Gute Unterhaltung!

Diese gruene Wand gehoert zu einer kleinen Wohnung in La Ceiba/Honduras. Hier haben wir Kartoffeln gekocht.

Carneval in La Ceiba.

Wahlwerbung in Honduras. Ueberhaupt werden in Lateinamerika oft ganze Doerfer bestimmten Politikern oder Parteien gewidmet. Das heisst, jede zweite Haeuserwand traegt Farbe und Name einer bestimmten Gruppe. Da kann man aus dem Busfenster dann auch politische Landschaften verfolgen, zumindest farblich.

Kleines Fischerdorf am See in der Naehe von Santa Ana/Honduras. Hab den Namen vergessen.

Interessante Architektur. Und garantiert nicht hurricanefest.

Knaben und Krabben.

Taxi Collectivo. Wer Platz hat, faehrt mit.

Kochen in familiaerer Atmosphaere. Santa Ana/Honduras. Es gab Spaghetti mit Meeresfruechten, gruenem Salat und viel Rotwein. Dafuer keine Zwiebeln, weil der Ire James die gar nicht gerne hat.

Achtung: Vulkan! Gesehen in San Pedro/Guatemala.

In diesem Bild finden sich so einige lateinamerikanische Merkmale: im Vordergrund, ein so genanntes Tuc Tuc. Kleine Taxis fuer maximal drei Personen und sehr billig. Weiter hinten gibt es Tacos und auch frittiertes Huhn. Und die Wand im Hintergrund ist mit Werbung bemalt. Oft malen die Ladenbesitzer auch ihre Verkaufsgueter wie ihr Dienstleistungsangebot an die Wand. Sieht meist lustig aus.

Strasse in Antigua/Guatemala.

Am See von Manuaga (Hauptstadt von Nicaragua). Seltsam, deprimierende Stadt. Politisch zerissen und zerstoert durch ein schweres Erdbeben 1972. Wir haben kaum Luft bekommen.

Kathedrale von Manuaga. War vermutlich mal so was wie ein zentraler Treffpunkt. Ist ja auch was schoenes, so eine Kathedrale am See. Heute ausgestorben und leer - abgesehen von James, unserem Mitreisenden aus Irland, rechts im Bild, von hinten.

Wenn ich diese Schuhe nicht gerade fotografiere, habe ich sie an.

Der Strand in Utila (kleine Insel auf den Bay Islands/Honduras) sieht friedlicher aus, als er ist. Utila ist die Hauptstadt der Sandfloehe! Nach 6 Tagen war von unserer Haut nicht mehr viel uebrig. Staendiger Juckreiz loest uebrigens psychische Stoerungen aus, man wird ganz einfach irre. Noch dazu die karibische Gastfreundlichkeit: Es ist hier z.B. nicht selbstverstaendlich, dass man an einer Bar tatsaechlich was zu trinken bekommt. Ich habe drei Pina Coladas bestellt. Die Kellnerin hat mich dann wortlos und etwas genervt angestarrt. Daraufhin habe ich mich nochmal auf der Karte vergewissert - ja, es gibt hier Pina Colada - hab’ das Ganze noch einmal wiederholt und dann hat sich auch etwas im Gesicht der jungen Frau bewegt, die Augenbrauen glaube ich. Dann musste ich lachen und hab’ gefragt, ob das schon eine Bar ist und so weiter. Wie auch immer, 20 (!) Minuten spaeter habe ich dann meine drei Pina Coladas bekommen. Fakt ist: die hatte einfach keine Lust. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ein Ladenbesitzer - kurz nach unserem Eintreten - im Hinterzimmer verschwunden ist, ohne innerhalb von 10 Minuten wieder zurueckzukehren. Und dann noch diese seltsame Sprache, gesungenes Englisch mit spanischen Wortfetzen und immer laut, oft auch unanstaendig. Zefix, diese Insel ist einmalig. Es leben hier ungefaehr 6000 Menschen, davon ist wohl gut die Haelfte eingewandert (vorwiegend aus Nordamerika) und jeden Tag karrt die Faehre rund hundert Touristen auf diesen schoenen Fleck. Uns war das einfach zuviel. Dazu gibt es ca. 20 Tauchschulen, die sich alle untereinander hassen und gemeine Konkurrenzkaempfe fuehren. Und etwa 3000 Roller, bzw. Golfwaegele (keine Ahnung wie die wirklich heissen), die einenunaufhoerlich ueber den Haufen fahren wollen. Wie gesagt, diese Insel ist einmalig und deswegen reicht es auch, nur einmal da hinzufahren. Das ist zumindest unsere Meinung. Ausserdem waren Kakerlaken im Zimmer. Ich habe sogar zwei erschlagen! Und mit einer Freude!

Am Wasserturm von Utila.

Arbeitende Maenner sind gefaehrlich. Vor allem in Utila.

Trinkende Weiber auch.

Am Wasserturm von Utila.

In Leon/Nicaragua haben wir Salsa getanzt und viel gelacht. Obwohl wir das gar nicht koennen, das Tanzen mein ich. Lachen schon.

Kathedrale in Leon.

Wieder mal irgendwas Politisches an einer Wand.

Wieder mal ein aktiver Vulkan. Diesmal in der Naehe von Leon. Er heisst: Cerro Negro und wenn man den Krater erreicht, kann man kaum atmen - der Rauch beisst sich richtig in die Lunge. Und heiss ist es, hargott heiss.

Viele Kontraste. Schwarzes Lavagestein, gruene Waelder und blauer Himmel. Herzzereissend.

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»Es muy tarde.«

Mai 7, 2008 · 16 Kommentare

Ich sitze gerade in einem Internetcafe, links neben mir, tippt Magdalena. Und wenn ich nicht irre, braucht sie fuer einen Satz im Schnitt 3 Minuten. Was nicht etwa an der Tastatur, oder gar an ihrem Schreibvermoegen liegt, es ist einfach schwierig die ganzen Erlebnisse in Worte zu fassen, vor allem in Geschriebene. Vieles ist einfach so bizarr und passiert so schnell, als waere man betrunken. Was natuerlich ab und an vorkommt, nur das ist jetzt nicht wichtig. Aber ihr kennt das ja, man wacht am naechsten Morgen auf und das Erlebte laesst sich nur noch aus Fragmenten zusammenbauen. Und so geht das hier die ganze Zeit: oft fehlen plausible Zusammenhaenge, die Ereignisse ueberschlagen sich und hinterher stehen wir da, mauloffen, fassungslos und meistens amuesiert. So, genug Einleitung, stattdessen erzaehle ich Euch jetzt eine schoene Geschichte. Aber bitte: wundert Euch nicht ueber fehlende Uebergaenge und Beschreibungen, die nur kaum der Situation gerecht werden koennen. Ausserdem ist alles sehr kompliziert.

Vor drei Tagen waren wir in Flores (eine liebe Kleinstadt in der Naehe von Tikal, Magdalena hat inzwischen einige Saetze geschrieben, wie ich sehe). Alleine die Anreise von Mexico, ueber Belize nach Guatemala waere eine separate Geschichte wert, aber das geht jetzt nicht. Jedenfalls, kurz bevor wir in Flores angekommen sind, ist ein junger Mann auf unseren Bus aufgesprungen, hat sich als Touristen-Guide vorgestellt und ein paar Witze gerissen. Ausserdem hat er uns Tickets fuer Tikal verkauft, genauso wie fuer die Fahrt nach Antigua (da sind wir jetzt). Aber der Bus nach Antigua ist nie gekommen und das aus einem guten Grund: der gute Mann hat uns gefaelschte Tickets verkauft und sich mit unserem Geld angesoffen - warum ich das weiss, werdet Ihr spater noch erfahren. Also, kein Bus. Stattdessen drei hysterische Kanadierinnen, irrsinnig laut und amerikanisch - sowas wuerde einem in Kanada nie passieren, hargott. Schlussendlich sind wir dann auf die Polizeistation gefahren, damit der Gauner nicht noch mehr gefaelschte Tickets verkaufen kann. Ihr werdet Euch denken: logisch man kauft auch kein Ticket - einfach so, zwischen Tuer und Angel, das werden wir auch nicht mehr tun. Aber der Typ hat echt sehr serioes (zumindest glaubwuerdig) gewirkt, ausserdem muss man Fehler machen, um sie in weiterer Folge zu vermeiden. Also, weiter. Die Polizeistation in Guatemala war im besten Fall zweckmaessig eingerichtet. Zwei grosse alte, leere Holzregale im Hintergrund - lediglich bestueckt mit zwei antiken Ringordnern und ein paar Seiten vergilbtem Papier. Im Vordergrund 5 guatemalesische Polizisten, eher unmotiviert. Ganz vorne drei Kanadierinnen, die partout nicht einsehen wollen, dass es keinen Sinn macht, die Polizisten auf Englisch anzubruellen. Eine halbe Stunde spaeter hat man uns dann gesagt, dass es zu spaet ist und wir bis morgen warten muessen. Wir also wieder mit dem Taxi retour und waehrend wir das Taxi bezahlen, taumelt auf einmal der Touri-Guide vorbei. Sturzbetrunken und etwas deplatziert- nur, was unsere Geschichte angeht, genau am richtigen Ort. Sonst waere sie jetzt vermutlich vorbei. Der Typ war also auf einmal da und die Kanadierinnen binnen Sekunden schreiend und kreischend bei guatemalesischen Polizisten - knapp eine Minute spaeter (und das ist jetzt nicht einmal ueber  untertrieben) war die ganze Exekutive von Flores und Umgebung um uns versammelt. Also knapp 30, mehrheitlich uniformierte Maenner, jeweils bestueckt mit Maschinengewehr und ernstem Gesicht. Maga und ich haben vorsichtshalber laut losgelacht (mit leicht hysterischen Ambitionen, vermutlich wegen den Kanadierinnen), immer sehr hilfreich in solchen Momenten. Aber immerhin haben dann auch ein paar Polizisten gegrinst, sogar die fanden die Situation etwas bizarr. 20 Sekunden spaeter (die Zeitangaben sind sehr exakt, ich weiss. Aber das muss man sich vorstellen. Ratzfatz!) taucht aus der Mitte ploetzlich ein Herr in Zivil auf. Helle Leinenhose, wohl genaehrter Bauch und hellblau kariertes Hemd. Der Buergermeister von Flores, ein sehr netter Mann und seine Handynummer habe ich auch. Ach ja, auch nicht unwichtig, die Uhrzeit. Es war naemlich halb eins in der Frueh. Gut eine halbe Stunde lang wurde dann wieder diskutiert, diesmal konnten auch die Kanadierinnen eine ernsthafte Konversation fuehren, der Buergermeister spricht naemlich perfekt Englisch. Naja, irgendwie war das ein ziemliches hin und her, bis auch jeder alles verstanden hat und ueberhaupt. Der Buergermeister von Flores hat nicht nur einen grossen Bauch, er hat auch grosses Herz. Eins fuer Touristen und Kleinkriminelle. Also ich an seiner Stelle, haette vermutlich die Kanadierinnen eingesperrt, wegen Laermbelaestigung und gemeingefarhrlichem Patriotismus. Aber darum geht es ja nicht. Jedenfalls ist der Buergermeister gleichzeitig auch Polizeichef. Das heisst, es wurde keine Anzeige erstattet und der falsche Ticketverkaeufer hat uns das Geld zurueckgegeben. Aber er fand uns wohl ziemlich bloed. Zugegeben, es war viel Laerm (das ist natuerlich eine Anspielung) um nichts und der Gauner hat uns im Grunde Leid getan. Die Polizei ist dann noch dreimal in unser Hostel gekommen (das letzte Mal um vier Uhr in der Frueh), Daten wurden aufgenommen (mit Bleistift und sehr langsam), sogar die Berufe der Eltern waren von Belang. Beim letzten Besuch war dann auch der Gauner wieder mit dabei, in Handschellen und fast noch betrunkener als vorher. Er hat dann auch in unserem Hostel Bier bestellt und bezahlt. Ein weiteres, schoenes Detail dieser Geschichte, wie ich finde. Ende.

Sodala, ich hoffe, die Erzaehlung ist halbwegs verstaendlich, besser bekomme ich es ohnehin nicht hin. Ausserdem muss ich jetzt raus hier, das Internetcafe sperrt zu. Fortsetzung folgt und Bilder auch.

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“Die Tage vergehen”

Mai 7, 2008 · 7 Kommentare

nun sind wieder einige tage vergangen und wir ein stueck weiter in den sueden gezogen. nach ein paar entspannenden tagen in san cristobal/mexico haben wir uns in den bus gesetzt und sind 18 stunden richtung yucatan/tulum an die karibische kueste gefahren. weisser sandstrand, tuerkises meer, wie man es aus dem fernsehen kennt. wir haben drei tage in einem kleinen cabaña, nur wenige meter vom strand entfernt, uebernachtet und jeden morgen den sonnenaufgang von unsrem bett aus betrachten koennen. ausfluege zu den beruehmten cenotes - suesswasserhoelen zum schnorcheln bw. tauchen - wie auch zu archaeologischen maya-ausgrabungen wollten wir nicht verpassen.

in vorfreude auf guatemala haben wir wiedermal den 21 stunden horrortrip in einem winzig kleinen bus mit rasender geschwindigkeit auf kurvigen schotterstrassen auf uns genommen, die grenze von belize nach guatemale ueberquert und schlussendlich in flores, einer halbinsel, umrundet von einem suesswassersee, angekommen und erstmal ein paar stunden geschlafen. nach sechst stunden, genauer gesagt um drei uhr in der nacht mussten wir schon wieder aufstehen um die tour nach tikal - eine 2000 jahre alte maya-tempelstadt- nicht zu verpassen. der schlafentzug und der fruehmorgentliche dauerlauf zum hoechtsen tempel in tikal hat sich abermal gelohnt. sitzend  auf dem tempel 5 haben wir die sonne ueber dem dschungel aufgehen sehen, waehrend affen und sonstige tiere ihren morgengesang vollbrachten. den darauffolgenden tag verbrachten wir mit schlafen, kaffeetrinken, essen, bootfahren, sonne tanken. ansonsten ist in flores noch einiges passiert, das lisa, die gerade neben mir sitzt, verzweifelt versucht, in worte zu fassen …

nun sind wir seit zwei tagen in antigua, einer farbenfrohen stadt im suedwesten von guatemala und schlendern durch die gassen, vorbei an obst und gemuesemaerkten, die hier an jeder strassenecke zu finden sind und treffen per zufall den ein oder anderen reisenden, mit dem wir schon in mexico bekanntschaft geschlossen haben. gestern hatten wir so oder so den absoluten hoehepunkt unserer reise erlangt. nach drei stuendiger sportlicher aktivierung unseres koerpers, wohlbemerkt mit trekkingschuhen an unseren fuessen, haben wir den steilen aufstieg zum aktiven vulkan namens pacaya gewagt. bei filmreifer kulisse standen wir nur fuenf meter von der gluehenden lava entfernt, die jeden moment drohte, in unsere richtung auszubrechen. wir haben noch mals glueck gehabt und sind mit geschmolzenen schuhen davon gekommen.

da sitzen lisa und ich nun im internetcafe, haben unsere geschichten niedergeschrieben und sind gespannt, was uns die naechsten tage wieder erwarten wird. reisen ist schoen!

 

 

 

 

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»Vermisstenanzeige.«

April 26, 2008 · 10 Kommentare

Hier noch eine kleines Ratespiel fuer’s Wochenende. Einer der unten ersichtlichen Zettel (an der Haustuer unseres Hostels) hat Magdalena entworfen. Aber ich bin eine loyale Freundin und verrate natuerlich nicht, welcher von ihr stammt. Sie trinkt gerade ahnungslos Kaffee und wird mich toeten, sobald sie das sieht. Buenos tardes, amigo!

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