Magdalena und Lisa auf Reisen.

»Besser spät als nie. Oder: Der letzte Eintrag.«

September 11, 2008 · 1 Kommentar

Sodala. Genau vor einem Monat haben wir uns wehmütig von Onkel Zipf in Rio verabschiedet und dieser, letzte Eintrag ist mehr als nur fällig. Magdalena hat schon mal angefangen – nämlich vor drei Wochen und deshalb übergebe ich ihr jetzt auch das Wort:

Verspaetet aber doch, kommt nun der letzte Eintrag über die Zeit in Rio de Janeiro und die Tage bei meiner Familie. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in meinem Zimmer in Innsbruck und Blicke mit Wehmut an die vergangen zwei Wochen zurück. Kurz gesagt, es war einfach der perfekte Ort um sich wieder auf daheim vorzubereiten.

In der ersten Woche wurde uns die Wohnung meiner Cousine Filipa und ihrem Mann Giancarlo ueberlassen. Lisa und ich machten uns jeden Morgen ein ueppiges Frühstück, genossen endlich wieder eine warme Dusche und tankten Sonne am Pool auf der Terrasse. An den Blick auf den Zuckerhut hätten wir uns gewoehnen koennen. In der zweiten Woche uebersiedelten wir zu Onkel Zipf und seiner Frau Mariella, samt kreischendem Papagei und den zwei Hunden. Wir haben uns bei Euch wirklich sehr wohl gefühlt. Danke.

Der erste Abend bei Zipf und Mariella. Es gab Linsensuppe mit pikanter Wurst, fast wie auf einer Berghütte.

Lagebesprechung kurz vor der Mission: Wie exportiert man Maracuja nach Österreich?

Zipf ist ein Mann der Taten – das Innere aus 30 Maracujas wird in Flaschen umgefüllt, in Plastik verpackt und sind somit exportier- und transportierfähig.

Mariella und der freche Cachaça. Der vorlaute Vogel hat immer was zu sagen. Und wenn man ihm nicht zuhört, fängt er einfach an zu schreien.

Den Karneval in Rio konnten wir leider nicht erleben. Aber Zipf und Mariella haben uns auf ihre Art entschädigt.

Das war übrigens am letzten Abend in Rio. Zwischen Kofferpacken und diversen Hysterie-Anfällen noch mal schnell Caipi trinken und tanzen.

Ein paar Tage vorher waren wir gemeinsam mit Lorena und Daniel im wunderschönen Stadtteil Santa Teresa.

Hier warten wir auf die Bahn nach Santa Teresa. Vergebens – wir sind dann doch mit dem Taxi gefahren.

Was man in Santa Teresa so macht? Lustige Sachen kaufen, gut essen und ein bisschen irre in den Straßen herumhüpfen.

Beim Japaner.

Ein schönes Paar.

Filipa und Giancarlo

Sushi beim Nobeljapaner (Lisa’s Blick richtet sich bereits auf das Wesentliche) …

nicht unwesentlich ist unsere liebe Gesellschaft: Felix und Gigi

Am letzten Tag waren wir dann noch bei Gigi’s Eltern eingeladen. Anlass: Der Vatertag. Und Gigi’s Papa hat ordentlich mit uns gefeiert.

So ein Stückchen Käse …

Oder doch lieber eine Zigarre?

Zipf führt eine sachliche Diskussion über die Qualität von Käse.

Und der Kellner bringt uns noch was zu Trinken.

Felix, Filipa und ihr Papa Zipf.

Ein letzter Blick auf die Copacabana. Es war so schön.

Und jetzt ist alles so schrecklich. Die Realität hat uns wieder, mit all ihren Tücken und die Zukunft fängt von vorne an. Mal wieder.

→ 1 KommentarKategorien: Brasilien · lisale · magdalena

»Alles hat ein End und am schönsten ist es in Rio.«

August 11, 2008 · Kommentar schreiben

Alles ist ganz schrecklich. Unsere Reise durch Mexico, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela und Brasilien ist vorbei. Die letzten Tage hier in Rio waren wirklich sehr schoen und jetzt, nur sechs Stunden vor dem Heimflug fuehlt sich der Gedanke an daheim dann doch ein bisschen komisch an.

Und der letzte Eintrag soll natuerlich was ganz Besonderes sein, aber das ist schwierig. Genau so schwierig, wie die Antwort auf folgende Frage:

“Und, wie war die Reise?”

Ja, schoen halt. Viel Busgefahren, viele Ohrringe gekauft. Viele Menschen kennengelernt. Den Himmel von der anderen Seite gesehen. Nie alleine gewesen. Ach ja, apropos alleine. Immer wieder waren die Menschen ganz erstaunt, dass wir – nach einer so langen Reise – immer noch miteinander befreundet sind. Und zugegeben, es war nicht immer leicht. Man muss sich das wie eine Beziehung vorstellen, eine Beziehung ohne Sex. Staendig muss man alle Entscheidungen zu zweit treffen, gemeinsam in einem Doppelbett schlafen und wirkliche Privatssphaere gibt es (wenn ueberhaupt) nur auf dem Klo oder unter der Dusche. Privat heisst eigentlich: Zu zweit. Und auch jetzt, fast 5 Monate spaeter wuerden wir noch immer miteinander verreisen wollen und das ist schoen.

Sodala. Hier also noch ein paar Bilder unserer letzten Tage. Die letzten zwei Wochen hier in Rio waren wirklich spitze und wer kann, der sollte mindestens einmal im Leben hier gewesen sein.

Lassen wir erst noch der Melancholie den Vortritt: Das war gestern. Sichtlich traurig sitzen wir im Bus und fahren ein letztes Mal nach Hause zum Onkel Zipf.

Der Schrecken steht uns wahrlich ins Gesicht geschrieben.

So sehen wir aus, wenn wir an Zuhause denken.

Das ist das Zuhause von Matthias. Im Stadtteil Leme hat er sich ein Surfcamp aufgebaut. Matthias ist ziemlich beliebt in seiner Nachbarschaft und geniesst dort eine Art Sonderstellung. Jedenfalls ist es ziemlich lustig, mit ihm durch die Strassen zu laufen.

Stolz praesentiert uns der Koenig von Babylonia sein Reich.

Und danach zeigt er uns sein Stammlokal. Da sind wir dann auch ein bisschen geblieben.

Luiz arbeitet auch im Surfcamp mit und grinsen tut er auch ganz gern.

Da kommen auch die Polizisten auf ein Bier vorbei. Aber zugeben wollen sie das lieber nicht. Das Bier wird versteckt und stattdessen machen sie mal lieber ein Foto.

Tja, und bei diesem Bild sind wir uns jetzt nicht so ganz sicher. Im Grunde sind wir zu alt, solche Bilder ins Internet zu stellen. Was sollen denn die Leute denken. Dabei sind wir nicht einmal betrunken, nur muede und ein bisschen irre.

So. Und wer gerne tanzt, der geht am Besten in die Lapa. Gleich bei den Boegen.

Da lebt die Strasse richtig! Ueberall ist es laut und bunt, dazu Samba und Caipirinha.

Die Kinder sind noch wach.

Camarones gibt es auch.

Und ohne Caipi geht schon mal gar nix.

Seit wir in Rio sind (also seit knapp zwei Wochen) haben wir jeden Tag das selbe getrunken. Capirinha mit Maracuja. Da wird man suechtig.

In diesem Hotel hat man sich stundenweise gern.

Außerdem lernt man in Rio nette Menschen kennen. Wie Andre.

Ein Gruppenfoto vor den Bögen.

Da wird man gleich nach Hause eingeladen. Und die brasilianischen Buben machen dann Musik fuer die oesterreichischen Maedchen. Wie sich das gehoert. Rechts im Bild seht ihr Arthur: er spielt in einer Hardrock-Band und liebt Wittgenstein ueber alles. Er kann ihn sogar auf Deutsch zitieren.

Die brasilianischen Buben musizieren für uns.

Und was waere Rio ohne den Strand? Mariella hat unsere Strand-Tuecher vorsichtshalber gleich viersprachig angeschrieben.

In Rio geht uebrigens gerade der Winter zu Ende. Das sieht man.

Der Winterspeck muss weg!

Magdalena posiert im neuen Strandkleid.

Gesurft wird natuerlich auch.

Und Caipi getrunken sowieso. Das kennen wir ja schon.

Es gibt auch viele schoene Maerkte in Rio.

Da kauft man dann leckere Sachen fuer’s Fruehstueck. So viele Umlaute hier, zefix.

Fruehstueck ist fertig!

Die Aussicht aus. Von Felipa’s Wohnung sieht man direkt zum Zuckerhut.

Und da faehrt man hin, als ordentlicher Tourist.

Zur blauen Stunde mit Christo. Dort oben waren wir natuerlich auch.

Aber erstmal Zuckerhut. Da oben war ein richtiger Sturm, hat uns fast weg geweht.

Fast wir am Karren. Nebel ist da. Kalt ist es. Nur die Stadt unterhalb ist etwas groesser als Dornbirn.

Zuckerhut von unten, im Dunkeln.

Am naechsten Morgen. Magdalena erzaehlt ganz verstoert von ihrem Traum mit einer Bombe auf ihrer Schulter. Die Bombe im Traum, war mein Kopf in echt.

Zur Beruhigung fahren wir in den Botanischen Garten.

Was nicht wirklich viel hilft, wie man sieht.

Immer gut: Fahrradfahren um die Lagune von Ipanema.

So. Und dann mal wieder klassisches Touristenprogramm: Auf zum riesigen Jesus!

So gross ist er ja gar nicht.

Wir waren die einzigen Touristen. Alles Ansichtssache.

Eine ganz unerwartete Christo-Pose.

Ach ja. Und die Frau, die uns hier fotografiert hat ist wohl nicht sehr religioes. Schneidet dem Christo einfach den Kopf ab, also sowas.

Ein letzter, vernebelter Blick stimmt schon ein auf daheim.

Sodala. Das war’s. Zumindest von meiner Seite. Ich muss jetzt noch fertig packen und ich bin ja schon mal gespannt, ob die Magdalena das mit ihrem Eintrag noch hinkriegt. Es fehlen naemlich noch ein paar liebe Menschen, und die duerfen auf keinen Fall unerwaehnt bleiben.

Danke fuer’s Mitlesen und Mitschauen, haette mir wirklich nie gedacht, dass wir soviel positive Resonanz bekommen wuerden. Und vielleicht geht es ja weiter, die naechste Reise faengt ja gerade erst an.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Brasilien · lisale

»Spitze, super und ueberhaupt total toll.«

August 7, 2008 · 3 Kommentare

Sodala – wir haben leider nicht viel Zeit. Unsere lesefaulen Besucher koennen jetzt erleichtert aufatmen: Diesmal gibt es nicht viel Text, maximal das Notwendigste, dazu viele Bilder. Wir sind naemlich in Rio und da hat man keine Zeit fuer’s Internet. Wir muessen Samba tanzen!

Ein Haus Manaus.

Das ist Armstrong. Bei ihm haben wir unsere Dschungel-Tour gebucht. Er ist ein Gauner und irgendwie sieht man das auch. Er wollte uns mehr Geld abschlagen als notwendig, aber wir haben uns natuerlich gewehrt. Grosses Geschrei im Touristenbuero und wir hatten unser Geld zurueck. Lisa immer ganz provokant, Magdalena wieder beschwichtigt. So geht das.

Am Boot in Richtung Amazonas ist gut schlafen.

Haengematten haengen irgendwie ueberall. Und wir muessen uns immer sofort hinein legen.

Magdalena bespricht etwaige Reiserouten mit anderen Reisenden. Fast schon prospektverdaechtig.

Keinesfalls weniger werbetauglich waere dieses Bild: Bloeder Europaeer mit Faultier. Seltsames Viech.

Amazonasbewohner.

Unsere Unterkunft. Sehr fein.

Bald darauf treffen wir auch unseren Reiseleiter fuer die naechsten drei Tage: Miguel. Ein absoluter Spitzentyp, und trinken tut er auch ganz gern. (s. Kommentar Philipp)

Ja, so ein Amzonas, der ist schoen.

Und gruen ist er auch.

Boot und Fluss und so.

Hier wird gebadet.

Die Sonne geht unter. Das passiert zwar jeden Tag, aber hier war es besonders schoen.

Miguel faengt einen Mini-Aligator und lacht.

Danach geht’s zum Piranha-Fischen. Der Schweizer Elmar (rechts im Bild) ist darin sehr talentiert.

Wir eher weniger. Dafuer schauen wir gut aus dabei.

Anstatt richtig anzubeissen, haben die bloeden Fische einfach das Fleisch von der Angel runter gefressen. Eigentlich ziemlich schlau.

Wer selbst keinen Fisch faengt, darf die der anderen halten und so tun als ob. Magdalena hat einen Fisch gefangen!

Lisa auch! Katzenfisch oder so.

Die Sonne kommt bald.

Hier der Beweis.

Und nach dem Fruehstueck geht’s ab in den Dschungel. Man sieht es kaum: Aber in Miguel’s linker Hand sitzt eine ziemlich grosse Tarantel. Muss man moegen.

Da ist das Wasser aus dem Baum schon besser.

Und was ist besser als Wasser? Genau. Vodka! Magdalena mischt eifrig Caipirinha.

Wir haben auch auf die Hennen aufgepasst.

Und auf den Reis. So wird im Regenwald gegrillt. War echt einer der schoensten Abende unserer Reise.

Gegessen wird von Palmenblaettern.

Mahlzeit. Und nach dem Essen gleich ab ins Bett.

Das sieht dann ungefaehr so aus. Nach einem klaustrophobischen Anfall konnte Magdalena dann doch noch einschlafen.

Und am naechsten Morgen wird dann geduscht. Irgendwie koennte man fast meinen, man haette das Ganze nur fuer Touristen gebaut. Und manche Dinge haben uns irgendwie an: “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” erinnert. Wir waeren gern geblieben.

Aber es geht weiter nach Jericoacoara. Ein Dorf mit Sandstrassen, viel Caipi, vielen Touristen, gutem Essen und vor allem: Einem Kitestrand.

Sand und Brunnen. Ja und die naechsten Bilder sind einfach nur schoen. Da muss man jetzt nix mehr dazu schreiben. Da denkt Ihr Euch einfach was.

Ach, da muss jetzt doch ein Kommentar her. Wenn man andere Doerfer bereisen moechte (Jeri liegt wirklich komplett in der Pampa), muss man so manch Lagune ueberqueren. Da kommt das Auto dann auf ein Floss.

Und dieses Auto-Floss wird dann auf die andere Seite geschoben. Das ist ein Stecken, kein Ruder. Verstanden?

Ja, Sand und Duene und Wiese dazwischen. Unglaublich eigentlich.

Steine gibt es auch.

Ein kleiner Vormittagsausflug mit Kitelehrer Mario. Und am Ende trinkt man aus der Kokosnuss.

Auf Jeri ist die Welt in Ordnung. Da haben sich alle gern.

So wie Nati und David. Mit den Beiden hatten wir es auch sehr lustig.

Da wird posiert.

Und staendig wird man umarmt.

Liegt vermutlich wieder mal am Alkohol. Viele dieser oben ersichtlichen Bars stehen am Strand herum. Da kriegt man dann alles Moegliche mit allem Moeglichen. Vodka und Kiwi. Vodka und Maracuja. Sehr gut.

Wer mag bekommt ein rohes Huhn.

Magdalena nimmt dann doch lieber die Pizza.

Und wer viel trinkt und isst: Macht Sport. Aber zakckig. Ab zum Kitestrand!

Aufbauen.

Bloed dreinschauen.

Und ab ins Wasser. Magdalena macht’s vor.

Und Lisa findet ihren Helm todschick.

Das letzte Bild. Aber hegt Euch in Geduld: Rio gibt einiges her und wir haben schon fleissig fotografiert. Nur noch vier Tage!



 

 

 

 

→ 3 KommentareKategorien: Uncategorized

»Her name was Lola.«

August 4, 2008 · 3 Kommentare

Wir sind in Rio de Janeiro und alles ist ganz furchtbar super hier. Nur noch zehn Tage! Und wenn alles nach Plan laeuft, sollten hier ab morgen Abend ein paar neue Bilder zu sehen sein. Aber man weiss nie. Vielleicht muessen wir an der Copacabana Caipirinha trinken. Oder Samba tanzen. Oder Geld ausgeben, das wir nicht haben. Wir geniessen unsere letzten Tage und saugen alles auf. Damit wir dann zuhause auch noch was haben – ein kleiner Rest lateinamerikanisches Lebensgefuehl. Beleza!

→ 3 KommentareKategorien: Brasilien · lisale

»Venezuela liegt zwischen Kolumbien und Brasilien.«

Juli 18, 2008 · 11 Kommentare

Das ist eine geographische Tatsache. Vor allem was unsere emotionale Reisebilanz angeht, wiegt diese Tatsache aber noch viel schwerer: Venezuela ist einfach nicht unser Land. Natur und Landschaft alles pipifein, aber wir haben uns einfach nicht richtig wohlgefuehlt. Das mag an der politischen Situation liegen – die kommunistische Diktatur unter Chavez scheint die Menschen nicht gluecklicher zu machen. Und die Touristen auch nicht, als Auslaender hat man es in Venezuela naemlich wirklich nicht leicht. Das faengt beim Bankomaten an (nur einer von 10 funktioniert) und hoert bei den staendigen, maschinengewehrgeladenen Passkontrollen auf. Dazu kommt noch, dass der Euro auf dem Schwarzmarkt fast doppelt so viel wert ist, als nach dem offiziellem Kurs (das haben wir leider zu spaet erfahren. Wir haben also doppelt bezahlt).

Venezuela ist ein von Militaer und Polizei gepraegtes Land, wenn man per Bus oder Auto unterwegs ist, muss man ca. alle 100 km seine Papiere herzeigen. Sehr sympathisch. Ausserdem hat sich in Venezuela zum ersten Mal waehrend der ganzen Reise jemand vorgedraengelt, und das auch vor einem Eisstand (das zaehlt dreifach). Darueber hinaus hat ein venezulanischer Libanese versucht meine Kreditkarte zu klonen (eine lange Geschichte) und zwei Taxifahrer haben uns ganz boese uebers Ohr gehauen. Man muss aber auch ehrlich dazu sagen: Nach unserem Reisehoch in Kolumbien haette vermutlich jedes Land einen schlechten Start gehabt. Und ein paar schoene Sachen haben wir dann doch erlebt.

Unser erste Station in Venezuela war Merida – eine mittelgrosse Stadt in den Anden. Da sind wir aber nicht lange geblieben, nicht einem lange genug um ein Foto zu machen, es gibt naemlich keines. Oben seht ihr ein Bild von den schoenen Bergen, auf etwa 3000 Meter Hoehe.

Wir hatten naemlich Glueck. In Merida haben wir drei deutsche Buben kennengelernt und die hatten noch Platz im Auto. Da sind wir natuerlich mitgefahren. Zum Beispiel ueber oben ersichtliche Strasse durch die Anden.

Das ist Peter, von hinten. Diese Aussicht durften wir etwa 30 Stunden lang geniessen.

Das ist Peter von vorne. Er steht auf Silikonbrueste und kuenstliche Fingernaegel. Wir sind also nicht seine Zielgruppe. Es gibt Schlimmeres.

Ein kleiner Zwischenstopp. Hier geht es schon wieder bergabwaerts. Die Bremse hat dankenswerterweise erst auf der Autobahn versagt.

Drei coole Jungs in Gelb. Luki, Niko und Robbie. Hier sind wir uebrigens schon am Ziel: Naemlich auf der Isla Margarita. Mekka fuer Windsurfer und Kiter. Und fuer deutsche Auswanderer. Wir haben waehrend der letzten drei Monate noch nie so viele Deutsche getroffen.

Der Fischerhafen von Porlamar in Isla Margarita.

Praktisch: Gleich nebenan ist der Fischmarkt.

Den Fischen ist heiss.

Ach ja – es wandern auch Spanier nach Isla Margarita aus. So wie Luis, er wohnt schon seit ueber 25 Jahren auf der Insel. Kennengelernt beim Autostoppen. (uebrigens etwas, das man in Venezuela eher vermeiden sollte) hat er sich kurzerhand den Nachmittag freigenommen, uns die ganze Insel gezeigt und uns auch noch zum Essen eingeladen. War sehr lustig und wir haben es ueberlebt.

Unser Zimmer in der Posada Iguana.

Magdalena kocht in der Gemeinschaftskueche.

Und waehrend dem Essen kann man durch die Palmenzweige auf die Lagune schauen. Wirklich eine der schoensten Unterkuenfte soweit.

Da schauen wir ja gar nicht so ungluecklich aus. Liegt vermutlich am Wein.

Der Strand von El Yaque.

Magdalena wartet auf den Wind.

Der Wind ist da und Magdalena fliegt uebers Meer.

Lisa macht sich startklar. Sieht doch alles sehr professionell aus.

Nach dem Sport gibt’s Cuba Libre und einen Sonnenuntergang.

Letztes Bild auf Isla Margarita, kurz bevor’s auf die Faehre geht. Hier machen wir uebrigens zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Gelben Psychopathen.

Vier Stunden Faehre plus ein Sonnenuntergang.

Dann geht’s mit dem Bus weiter nach Ciudad Bolivar. Geschlafen wird in der Haengematte, ist billiger.

Nette Stadt eigentlich.

Bunte Haeser, Gitarre spielende Maedchen. Alles wunderbar, wenn -

das bescheuerte Militaer nicht waere. Die haben uebrigens schon um sieben in der Frueh angefangen im Kreis zu stampfen und komisches Zeug nachzubruellen. In Venezuela gibt es auch lustige Werbekampagnen fuer’s Militaer. Naemlich grosse Plakate mit Vorher/Nachherbildern. Vor dem Militaer: Ungluecklich. Nach dem Militaer: Endlich den Sinn im Leben gefunden.

Wir fahren weiter.

Und weiter. Gut eingepackt in Kapuzenpulli und Schlafsack.

Weil: Der Bus wird angenehmerweise auf 14 Grad heruntergekuehlt. Waehrend der Fahrt hatte es sogar kurzzeitig nur 12 Grad, konnte ich leider nicht mehr fotografieren, Haende angefroren. Dazu wurden schoene Filme gezeigt: Stirb langsam 2, Rambo, Hulk1 und Hulk2. Wohl eine subtile Art und Weise die Menschen mit Waffen vertraut zu machen. Das muss man sich vorstellen: Acht Stunden Mord und Totschlag. Dazu durschschnittlich 13 Grad und zwei unfreundliche Militaerkontrollen. Einfach schoen.

Ahhhh! Der gelbe Psychopath ist wieder da! Kennengelernt haben wir den irren, stinkenden Venezulaner auf Isla Margarita. Wir haben nur kurz mit ihm gesprochen, um uns im Anschluss daran 2 Stunden lang anstarren zu lassen. Bis wir mit der Polizei gedroht haben. Gut 15 Stunden spaeter hat er uns dann in Ciudad Bolivar wieder aufgespuert – aber wir konnten ihn abhaengen (der Busfahrer hat ihm kein Ticket mehr verkauft). Doch der Typ ist hinterlistig. 30 Stunden spaeter klopft er uns im Bus nach Santa Elena (nahe der brasilianischen Grenze auf die Schulter). Wir hatten echt Angst. Bei der zweiten Polizeikontrolle (um halb sechs in der Frueh) hat die Exekutive das ganze Gepaeck nach Waffen und Drogen durchsucht. Da haben wir auch einen Blick auf seinen Koffer geworfen. Der Typ besitzt nur weisses und gelbes Zeug. Und wie der gestunken hat. Pfui Teufel. Zum Glueck hat er keine gueltigen Ausweispapiere, er wollte zufaelligerweise auch nach Brasilien. Jetzt sind wir ihn los.

Das letzte Bild in Venezuela. Drei Minuten spaeter sind wir dann in Brasilien. Juchuuu!

Im Moment sitzen wir uebrigens in einem Internetcafe in Manaus im Amazonas. Und der Besitzer hat wegen uns schon 2 Stunden laenger offen. In Venezuela waere uns das vermutlich nicht passiert.

Und wir sind ganz aufgeregt: Morgen geht’s fuer drei Tage in den Amazonas.

→ 11 KommentareKategorien: Venezuela · lisale

Oh mein Kolumbien!

Juli 18, 2008 · 1 Kommentar

Wir haben uns verliebt. Genau, in Kolumbien und die Lebendigkeit und Freudlichkeit der Menschen. Eigentlich war es unser Plan, fuer eine Wochen durch den Norden Kolumbiens zu reisen. Aus einer Woche wurden drei und wir mussten uns schweren Herzens ueber die Grenze nach Venezuela schleppen.

Wir sind am 14.6. 08 von Panama nach Cartagena geflogen, in das Herz Kolumbiens. Cartagena ist eine aus der Kolonialzeit gepraegte, von Stadtmauern eingebettete Stadt in der man sich nur sicher und wohl fuehlen kann. Die mit Blumen beschmueckten Balkone schmuecken die schmalen Gassen der Altstadt. Zahlreiche Maerkte beleben die Strassen und die offenherzigen und freundliche Kolumbianer halten einen gerne mal fuer eine Schwaetzchen auf. Die Zeit in Kolumbien werden wir wohl nicht so schnell wieder vergessen!

Cartagena

Schmale Gasse der Alstadt von Cartagena.

Lisa und ich spazieren der 12 km langen Stadtmauer von Cartagena entlang.

PAZ – Friede!

In den zehn Tagen in la Boquilla, einem Vorort von Cartagena, lernten wir das Kitesurfen und wohnten unter dem selben Dach mit dieser Familie zusammen. (Von links nach rechts: Umbert(ic)o, Adda, Keyler, Juranis, Maris).

Maris, Kayler und Juranis.

Adda verweohnte uns tagtaeglich mit ihrer Hausmannskost. Fisch, Kokosreis, eine Scheibe Tomate und Platano (herausgebackene Banane).

Umberto ist immer fuer ein Spaesschen zu haben.

Chucho, Andres und Jonathan fuehren uns durch das Nachtleben von Cartagena.

Die Kitestation Aquanautica am schoenen Sandstrand von La Boquilla.

Wir hatten ein sehr enges Verhaeltnis mit den drei Kindern. Andres, hinten im Bild, leitet das Kitecamp und lebt ebenfalls mit der Familie und seiner Mutter in dem dreistoeckigen Haus direkt am Strand. Er ist ein sehr guter Kitelehrer und Freund von uns geworden.

Andres schwoert auf BEST.

Nach einem lehrreichen, aber anstrengenden Tag goennt sich Lisa und ihr Kite eine Pause am breiten Sandstrand.

Ich geselle mich zu ihnen.

]

Sicher ist sicher …

Magdalena kitet der Abendsonne entgegen.

Lisa startet morgens um sechs Uhr ihren Kite.

Die folgenden Bilder liefern einen kleinen Einblick in das Leben der Mensche am Strand des Fischerdorfes La Boquilla.

Dieses Boot fuehrt uns zu dem verlassenen Sandstrand – Playa Blanca, nur eine Stunde von Cartagena entfernt.

Hier verbringen wir den Tag …

… und essen Fisch mit Kokosreis, Salat und Platano.


Auf der Fahrt zum Nationalpark Tayrona bei Santa Marta.

Die Indigenas im Parque Tayrona – Santa Marta.

Die folgenden Bilder zeigen die Gegend um La Guajira und ihr Naturschutzgebiet – Cabo de la Vela.

→ 1 KommentarKategorien: Uncategorized

»Wir lieben Mama.«

Juli 13, 2008 · 1 Kommentar

→ 1 KommentarKategorien: Venezuela · lisale · magdalena · und so

»Colombia, mi amor.«

Juli 6, 2008 · 6 Kommentare

Wir sind in Venezuela und ein bisschen traurig. Warum? Erstens: Die Zeit rennt noch schneller.  Zweitens: Wir sind nicht mehr in Kolumbien. Drittens: Wir haben uns verliebt.

Und was macht man am besten gegen Liebeskummer und auch sonst? Genau. Wobu trinken. In Venezuela wird sonntags uebrigens kein Alkohol verkauft. Aber wir werden einen Schwarzhaendler finden und trunken in den Erinnerungen an Kolumbien schwelgen. Und vielleicht im Anschluss ein paar Bilder anhaengen. Wir lieben Kolumbien.

Bis wir den alkoholischen Schwarzhaendler finden, muessen wir uns eben mit den Wobu-Fotos betrinken. Salud!

Diese kunstvoll arrangierten Wobu-Bilder wurden in einem speziellen Verfahren hergestellt, auf das hier nicht weiter eingegangen werden kann. Die Fotografien schaffen einen anonymen, aber dennoch saloppen Rahmen und bestechen vor allem durch ihre ausdrucksvolle Leere.

Als Pendant zum Obigen, hier der typische Wobu-Schnappschuss. Die Protagonistin lacht noch zuversichtlich in Richtung Kamera. Erste Fratzenansaetze lassen sich jedoch in Augen und Mundwinkeln ablesen. Eine schoene Fratze.

Zum Abschluss noch ein Bild aus unserer Wobu-Fratzen-Daueraustellung: die Fotografin hat sich dieser klassischen, fast schon diabolischen Fratze sehr feinfuehlig genaehert. Diese unverfaelschte Naehe ist oft nur durch einen ebenso berauschten Fotografen moeglich. 

Fuer Interessierte: Unangefochtener Pionier und Experte auf diesem Gebiet ist der junge Fotograf Darko T. Einige Fotografien dieses vielversprechenden Kuenstlers finden Sie ebenfalls in unserer Daueraustellung.

→ 6 KommentareKategorien: Nicht Kolumbien · Venezuela · lisale · und so

»Es geht weiter und es bleibt spannend.«

Juni 24, 2008 · 12 Kommentare

Der groesste Feind einer jeden Reise: die Zeit. Und auch wir bleiben davon natuerlich nicht verschont, die Zeit rennt uns naemlich davon. Knapp 7 Wochen ohne jegliche Verpflichtungen liegen noch vor uns und wir geniessen das auch dementsprechend. Hinter uns liegen wieder gute 3 Wochen ohne Berichterstattung und da faellt mir auf: dieser Blog ist sehr wohl verpflichtend! Aber ich verpflichte mich gerne, nur eines vorweg: ich bin muede und ich hoffe meine Traegheit wirkt sich nur unwesentlich auf diesen Text aus. Sonst halt weglesen und stattdessen hinschauen. Bilder gibt es ja genug.

Hier sind wir noch in Nicaragua. Naemlich auf der “Isla de Ometepe”. Wie der Name schon vermuten laesst, handelt es sich hierbei um eine Insel. Aber nicht nur um irgendeine: Diese Insel liegt naemlich mitten im riesigen Nicaraguasee, hat 2 Vulkane und 35.000 Einwohner. Es gibt auch Affen und Papageien. Schoene Insel.

Bis zur Spitze dieses Vulkans ist man ungefaehr 12 Stunden unterwegs, sehr beeindruckend. Das Foto macht aber auch ordentlich was her.

Jeder Tourist bekommt eine Banane. Das ist gelogen.

See, Strand, lustige Baeume und ein Boot.

Immer brav in Richtung Sueden: Hier stehen wir an der Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica. Allerdings hier noch auf der Nicaragua Seite. Grenzueberschreitungen in Lateinamerika gestalten sich tendenziell schwierig. Oder auch lustig, vermutlich Ansichtssache. Jedenfalls immer sehr zeitaufwendig.

Manche Leute sagen, Costa Rica ist sowas wie die Schweiz in Lateinamerika. Natuerlich nicht was den Kaese anbelangt (das waere wirklich sehr schoen gewesen), sondern eher was den Wohlstand angeht. Der Unterschied ist schon knapp 3 Meter nach der Grenze kaum zu uebersehen. Alles viel ordentlicher, es gibt Bushaltestellen, warmes Wasser und braune Fluesse.

Pazifik.

Fuer Costa Rica hatten wir leider nicht soviel Zeit. Dafuer haben wir sie aber um so intensiver genutzt und sind nach Malpais gefahren. Dieses kleine Dorf (eigentlich handelt es sich nur um eine Strasse) liegt auf der Halbinsel De Nicoya, und zwar am suedlichsten Zipfel an der Pazifikkueste. Unser Reisefuehrer schreibt ueber diesen Ort: ausser Surfen gibt es hier nichts zu tun hier. Also genau das richtige fuer uns Surfergirls. Aber im Ernst, es ist wunderschoen da, auch wenn man nicht gerade der leidenschaftlichste Surfer ist. Ausserdem: in Malpais gibt es das Zopilote Surfcamp. Leicht zu erkennen an …

… den mit Kuhfell ueberzogenen Hoelzlern. Das Surfcamp steht unter der Leitung von Simon, Bruno und Ulli. Alle drei aus Vorarlberg. Den dazugehoerigen Bergkaese gab es leider nicht (das haette den fehlenden Schweizerkaese natuerlich um Welten ersetzt), dafuer aber eine sehr schoene Zeit. Und sogar ein bisschen surfen.

Drei lustige Auswanderer von links nach rechts: Simon, Bruno und Ulli.

Lasagne!

Hier seht ihr das stolze Zopilote-Anwesen. Links, rechts und hinten Regenwald und vorne:

Das Meer.

Das Meer ist wild.

Da geht man auch gerne Spazieren.

Da macht man auch gerne ein Foto.

Wieviele Hunde sind in diesem Bild versteckt? Fuer die richtige Antwort gibt es eine Banane.

Natuerlich waren ausser uns auch noch eine paar Menschen da. Passionierte Surfer naemlich. Die moegen auch Suesses. Vor allem Caro aus Dornbirn. Fein war’s!

Caro, Magdalena, Cyril und Erik.

Man muss nicht jedes einzelne Bild kommentieren.

Aber man kann.

Ach, was weiss ich.

Unser schickes Zimmer und der dazugehoerige Saustall.

Sodala. Es geht weiter Richtung Panama – der Blick aus dem Busfenster erinnert irgendwie an Universum. Ein Erzaehler per Kopfhoerer waere eine tolle Sache.

Was macht man in Panama City? Genau.

Oder man trinkt einen frisch gepressten Saft. Magdalena ist suechtig.

Besonders gefragt bei 37 Grad: Wollmuetzen. Der naechste Winter kommt bestimmt.

Spielende Kinder im historischen Viertel der Stadt: Casco Viejo.

Immer dem Finger nach.

Weiter rechts vom Finger sieht man die imposante Skyline. Panama City hat viele Gesichter, Casinos und Einkaufszentren.

Unsere Bleibe in Panama City. Der lustige Ire ist wieder da: James!

Es kommt vor, dass man so manch Reisenden aus heiterem Himmel wieder trifft. Diesmal unter dem Himmel Panamas.

Rein in den Bus und mal sehen, wo man eigentlich ist. Ach, wie schoen ist Panama.

Gruen, gruen und gruen.

Am Strand von Veracruz.

Wieder zurueck in der Stadt: ein bisschen Kunst.

Ein bisschen Kopf.

Ein bisschen Bier.

Und wenn man zuviel Bier trinkt, faehrt einen die Polizei gratis nach Hause. (Wobei James meinte, das laege wohl eher an unserer Weiblichkeit – froh war er natuerlich trotzdem …)

Das letzte Foto in Panama. Das letzte Foto in Zentralamerika. Suedamerika, wir kommen! Ach uebrigens, wir lieben Kolumbien. Da sind wir naemlich gerade. Magdalena ist ein bisschen krank, das ist doof. Fortsetzung folgt.

→ 12 KommentareKategorien: Costa Rica · Nicaragua · Panama · lisale

»Immer wieder.«

Juni 24, 2008 · 3 Kommentare

Es ist schon bitter: Da findet die EM tatsaechlich in Oesterreich statt und wir sind nicht da. Dafuer aber eine oesterreichische Mannschaft und die hat doch gar nicht so schlecht gespielt – das behaupten zumindest die zwei Aussenreporterinnen in Kolumbien. Was haben wir dem Oesterreich – Deutschland Spiel entgegen gefiebert! Geografisch waren wir ja ziemlich nahe an Cordoba dran, was das Spiel angeht leider weniger. Dabei haben wir uns soviel Muehe gegeben! Farbe wurde ins Gesicht geschmiert, Ottakringer musste getrunken werden und hinterher gab es auch noch ein Wiener Schnitzel. Alles gesehen in einem bayerischen Lokal in Cartagena/Kolumbien. Deutsche waren da. Oesterreicher waren da. Lustig war das.

Ottakringer im Krug und rotweissrot auf der Backe. Patriotismus ist eine seltsame Sache.

Puenktlich zum Anpfiff bringt der kolumbianische Getraenkemann das oesterreichische Bier. Prost!

Diverse Vorbereitungen.

Fast wie im Stadion.





→ 3 KommentareKategorien: Kolumbien · lisale